Donnerstag, 22. Oktober 2015

Rezension: Das Haus der Lügen von Stephanie Lam - ein Roman mit gewissem Thrill

Cover: Page & Turner Verlag

Das Haus der Lügen
von Stephanie Lam
erschienen 2015 als Klappenbroschur mit 480 Seiten
ISBN: 978-3-442-20445-8
und hier geht es zur Verlagsseite - klick
 

Zum Inhalt:
 

Eine alte Villa an der Südküste
Englands – und in jedem Zimmer schlummert ein dunkles Geheimnis.

1924: Der 19-jährige Robert Carver will den Sommer bei seinem reichen Cousin Alec Bray und dessen hübscher Frau Clara verbringen, die im Castaway House, einer Villa auf den Klippen des kleinen Küstenstädtchens Helmstone, wohnen. Robert genießt eine unbekümmerte Zeit, und als er sich in Lizzie, die Tochter der Nachbarn, verliebt, glaubt er sich endgültig im Glück. Doch schon bald ziehen dunkle Wolken am Horizont auf, denn die Brays hüten ein böses Familiengeheimnis ...

1965: Die 18-jährige Rosie Churchill ist von zu Hause ausgezogen und mietet sich für ein Jahr in dem etwas heruntergekommenen, aber noch immer imposanten Anwesen Castaway House ein. Eines Tages entdeckt sie, dass ins Fensterbrett ihres Zimmers der Satz »Robert Carver ist unschuldig« eingeritzt ist. Doch sie ahnt noch nicht, dass sich hinter diesem Satz ein lang gehütetes Geheimnis verbirgt, das nicht nur die Vergangenheit von Castaway House, sondern auch ihr eigenes Leben betrifft ...

 
Mein Leseeindruck:
 
Okay, ich gebe es zu: Ich habe mich wieder mal vom Cover blenden lassen - obwohl das bei diesen düsteren Farben kaum möglich ist. Aber auch der Klappentext klang so spannend, dass ich schon fast einen Thriller vermutet hatte.
Der aufmerksame Leser dieser Rezension wird nun bereits festgestellt haben, dass ein "ABER" nun folgen wird. Und richtig: Dieses Buch konnte mich einfach nicht überzeugen.
Aber mal der Reihe nach:
In diesem Debüt beschreibt die Autorin eine spannende und geheimnisvolle Familiengeschichte. Ein Geheimnis jagt das Andere.  Auch die Protagonisten sind sehr detailliert beschrieben, so dass man sich schnell ein Bild machen und Handlungen nachvollziehen kann. Durch die Beschreibungen werden auch die einzelnen Charakteren deutlich und man entwickelt Gefühle. Misstrauen, Ärger, aber auch Freude durchlaufen die Gefühlswelt des Lesers. Auch die beiden Handlungsstränge (1924 und 1965) sind deutlich gekennzeichnet und verlaufen zum Schluss hin, ineinander. Soweit der Teil, der mich begeistert hat.
Nun jedoch kommen die Punkte, der mich wenig begeistern konnten. Am Anfang hatte ich grosse Probleme mich in die Geschichte einzubinden, was wohl damit zusammen hängt, dass mir die Bedeutung bzw. Funktion des Hauses nicht klar war. Meiner Meinung nach, fängt das Buch auch erst ab Kapitel 2 so richtig an.  Für mich war es dann ein ewiges Auf und Ab an Spannung. Kaum hatte ich in der Geschichte wieder Fuß gefasst, wurde es auch schon wieder langatmig. Erst im letzten Drittel des Buches kam wirkliche Spannung auf, die nun auch bis zum Schluss ging.
Aber trotz der Langatmigkeit, hatte die Story auch etwas fesselndes, so dass ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte.

Fazit:
 
Ist es nun ein Roman? Oder der Versuch eines Thrillers? Oder ein Roman mit einem Kick an Thrill? Ich weiß es nicht. Deshalb fällt es mir auch schwer, dieses Buch einem bestimmten Genre zuzuordnen.
Eine Leseempfehlung möchte ich nicht aussprechen, da mir die Geschichte einfach zu viele Länge hatten.
Als Debüt war es okay, mit viel Luft nach oben. Jedoch werde ich die Autorin im Auge behalten, da ich großes Potential vermute. Und wie sagt man: Aller Anfang ist schwer.

Ein Satz der mich sehr beeindruckt hat:

Die schönsten Dinge sind die, auf die man warten muss (Seite 7)

Meine Bewertung:

leider nur 3 Sterne

Vielen Dank an den Page & Turner Verlag sowie an das Bloggerportal für das Leseexemplar.
 
 
© by Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 


Mittwoch, 21. Oktober 2015

Autor im Spotlight: Monika Mansour



Heute stelle ich euch wieder eine Autorin vor, deren Bücher ich kürzlich nahezu verschlungen habe.
Es handelt sich um die schweizer Schriftstellerin:
 
                        Monika Mansour
 

 
 
Solltet ihr die Autorin noch nicht kennen, folgen nun ein paar Details:

Monika Mansour wurde 1973 im Kanton Zürich geboren. Wie sie selbst sagt, hatte sie eine wahre Bilderbuchkindheit. Zusammen mit ihrer Schwester wuchs sie gut behütet, auf einem etwas abgelegenen Bauernhof im Embrach auf. Da in der Nähe eine psychiatrische Klink ansässig war, wurde ihr Interesse an der Psyche der Menschen schon sehr früh geweckt.

Um euch einen kleinen Einblick in das Leben und Arbeiten von Monika Mansour zu gewähren,
hatte sich die Autorin bereit erklärt, meine Fragen zu beantworten:


1.) Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Aufsätze zu schreiben, war schon in der Schule mein Lieblingsfach. Mit zwanzig habe ich mein erstes Buch geschrieben, ein Drehbuch, und erst noch auf der Schreibmaschine! Na ja, es wurde nie verfilmt, aber ich war so richtig stolz auf mein erstes, vollendetes Projekt. Ein paar Jahre später habe ich dann meinen ersten Thriller angefangen zu schreiben, diesmal am PC. Blauäugig, wie ich war, hatte ich eine tolle Idee für einen Anfang und habe gleich in die Tasten gedonnert. So etwa um Seite 300 ging dann die Geschichte plötzlich nicht mehr auf und ist im Sand verlaufen.
 

Als vor neun Jahren mein Sohn zur Welt kam, hatte ich ein halbes Jahr Mutterschaftsurlaub. Und da mein Kleiner total pflegeleicht war, fand ich plötzlich die Zeit zu Schreiben. Viele Fachbücher und fünf Jahre später war mein Thriller vollendet. Ganze 800 Seiten sind es geworden und er ging dann auch raus an Verlage und Agenturen. Leider mit wenig Glück. Einen dicken Thriller, der erst noch in London spielt kann man als Schweizer Autorin, die noch nie veröffentlicht hat, kaum verkaufen, obwohl durchaus gute Kritik zurückkam. Nicht aufgeben, habe ich mir gedacht und mich an einen Regio-Krimi gewagt, der die 300 Seiten nicht überschreiten durfte. Und siehe da: plötzlich ging es ganz schnell. Ich fand eine Agentin und kurze Zeit später den Emons Verlag.

2.) Woher holst du dir deine Ideen für die Protagonisten und Geschichten? 
Die Ideen sprudeln, ganz ehrlich. Es ist eher schwierig, sie zu kanalisieren und die wirklich guten heraus zu picken. Ich hätte Ideen für hundert Bücher im Kopf.
 
Steht das Thema für ein neues Buch fest, kommen als erstes die Charaktere zum Zug. Ich veranstalte regelrecht ein Casting in meinem kleinen Büro. Das macht immer riesen Spass. Für das Visuelle helfen mir meist Fotos von Schauspielern. Und steht der Charakter (noch) unscharf vor mir, dann ziehe ich für die nächsten Tage mit ihm zusammen. Er begleitet mich überallhin, fährt im Auto mit, kocht mit mir und geht mit mir zu Bett. Das ist der Punkt, wo mein Mann manchmal interveniert: er sei auch noch da!
 
Viele Autoren stellen für jeden Charakter regelrecht eine Akte zusammen, schreiben sein ganzen Leben nieder. Bei mir geschieht das nur stichwortartig, der Rest läuft im Kopf ab. Seine Freunde kennt man ja auch nicht deshalb, weil ihr ganzes Leben auf Papier vor einem steht, oder?
 
3.) Wie müssen wir uns deinen Schreibplatz vorstellen?
Mein Schreibplatz ist bei mir nicht fix. Manchmal schreibe ich im Büro, im Wohnzimmer, auf dem Balkon, in einem Café ... Das spielt eigentliche keine Rolle. Wichtig ist nur, dass eine Tasse Kaffee bereitsteht und ich für zwei bis drei Stunden absolute Ruhe habe. Das ist bei mir fast ausschliesslich am Morgen der Fall, wenn mein Junior in der Schule ist.

 
4.) Hast du ein schriftstellerisches Vorbild?
Das würde ich nicht sagen. Jeder Schriftsteller hat so seine ganz eigene Art, wie er schreibt. Aber es gibt sicher Autoren, die ich toll finde, und die mich auch inspirieren. Früher habe ich fast ausschliesslich Thriller von englischsprachigen Schriftstellern gelesen: Preston/Child, Robin Cook, Ken Follett, Minette Walters, Ruth Rendell, Matthew Reilly, um nur einige zu nennen. In den letzten Jahren bin ich auf den Geschmack von deutschsprachigen Autoren gekommen. Da haben mich sicher Andreas Eschbach, Frank Schätzing (mit der Schwarm) und Thomas Thiemeyer beeinflusst. Aber auch Max Frischs 'Homo Faber' oder Patrick Süskinds 'Das Parfum' zählen zu meinen Lieblingen. Ich könnte die Liste endlos ergänzen.
5.) Was machst du gerne in deiner Freizeit?
Neben lesen und schreiben... ? Ich unternehme gerne etwas mit meiner Familie. Mein Junior hält mich ganz schön auf Trab. Auch Malen und Zeichnen gehören zu meinen Hobbies, das kommt aber immer sporadisch, nach Lust und Laune. Bei schönem Wetter jogge ich gerne durchs Wauwilermoos.
 
6.) Welche Tipps gibst du angehenden Autorinnen und Autoren?
Man braucht zwingend: Fleiss, Durchhaltewillen, Spass am Schreiben und man muss mit Kritik umgehen können.
 
Mir hat mal jemand gesagt, dass von einhundert geschriebenen Büchern gerademal eines veröffentlicht wird. Soll heissen, es ist schwierig aber nicht unmöglich, Autor zu werden.
 
Ist aber die Motivation  zum Schreiben einzig der Reichtum und die Berühmtheit vor Augen, sollte man es besser lassen und einen anderen Job suchen. Das ist kein realistisches Ziel. Meine Motivation war es, einmal in einem Buchladen zu stehen und mein eigenes Buch in der Auslage zu finden. Das wollte ich erreichen! Das habe ich erreicht. Und alles was jetzt noch kommt, ist süsse Zugabe.
 
Schreiben ist etwas, das man lernen muss, wie jede andere Arbeit auch. Ich bin ein guter Autodidakt und habe unzählige Bücher (die meisten in Englisch) über das Schreiben gelesen: über Charaktere erstellen, über den Stil, über das Setting, über den Plot und die Struktur, über Dialoge, über Deutsche Grammatik, die Kommaregeln und neue Rechtschreibung, über den Spannungsbogen, den Schmelztiegel, die Perspektive, das Pacing, den Szenenaufbau, das Überarbeiten, über Prämissen, Charakterwachstum, über das Schreiben eines Exposés, und und und … Die Liste ist endlos. Was ich damit aufzeigen will: es steckt viel Technik hinter dem Schreiben eines Buches, vor allem wenn man im Genre Krimi und Thriller schreiben will. Ohne Fachwissen geht da nix.
 
Eine tolle Übung ist es, Kurzgeschichten zu schreiben. Da komprimiert man sein ganzes, neu erlerntes Fachwissen auf wenige Seiten. Und dann die Kurzgeschichten unbedingt bei Wettbewerben einsenden. Ein paar veröffentlichte Kurzgeschichten sind der halbe Weg zu einem Verlag.
 
Wer also bereit ist, das alles auf sich zu nehmen, bereit ist, unendliche Stunden alleine vor dem PC zu verbringen, ohne dabei wohl reich zu werden - dem eröffnet sich eine neue Welt, eine Leidenschaft und so viel Freude, wie ich es in keinem anderen Beruf je gefunden habe.

 

 Ich bedanke mich ganz herzlich für das Interview und wünsche weiterhin gute Ideen und viel Erfolg.
 
Wer mehr über die Bücher oder den Werdegang der Autorin wissen möchte, kann dieses gerne auf der Homepage von Monika Mansour nachlesen.
Den Link dazu findet ihr hier - klick

 
Folgende Bücher sind von Monika Manour erschienen.







Leseprobe

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Mit freundlicher Genehmigung des Emons Verlags sowie der Autorin

 

Dienstag, 20. Oktober 2015

Rezension: Hochsommermord

Cover: btb Verlag
Hochsommermord
von Jochen Frech
erschienen 2013 als TB mit 320 Seiten
ISBN: 978-3-442-74464-0
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Zum Inhalt:
 
Moritz Kepplinger, ehemaliger SEK-Beamter und frischgebackener Kriminalkommissar tritt in Göppingen seinen Dienst an. Bereits am ersten Tag muss er sich um den Fall der Vermissten 10jährigen Manuela kümmern. Zusammen mit der Polizeiobermeisterin Lea Thomann beginnen die Ermittlungen, die jedoch einiges überraschendes zu Tage bringen.


Meine Meinung:
 
Selten einen so spannenden regionalen Krimi gelesen. Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Bis zum Schluss lässt der Autor, im Übrigen selbst Polizist, den Leser im Dunkeln. Die Geschichte wirkt so glaubhaft und echt, dass es sich wirklich um einen reelen Fall handeln könnte. Die Protagonisten sind hervorragend dargestellt, so dass der Leser sich schon bald als Zuschauer dieser ganzen Szenerie fühlt.

Fazit:
 

Für mich mit Sicherheit eines der besten Debüts diesen Jahres.
Ich freue mich schon auf eine Fortsetzung der beiden Ermittler.

Meine Bewertung:
 
5 Sterne mit Lesetipp
 

Montag, 19. Oktober 2015

Rezension: Das grosse Bildwörterbuch

Cover: Jourist Verlag

Das große Bildwörterbuch
Englisch-Deutsch
erschienen 2015 als Flexcover mit 640 Seiten
ISBN: 978-3-89894-654-4
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Klappentext:
 
Diese außergewöhnliche Bildwörterbücher zeigen alles, was andere Wörterbücher nur versuchen zu erklären. Warum sind die Bilder so wichtig für das Lernen? Sie wirken viel unmittelbarer auf das Gehirn. Die Kombination von Bild und Wort erleichtert das Verstehen enorm und der Wortschatz prägt sich schneller ein. Und schließlich sind die Bilder viel lebendiger und emotionaler als der Text – das Lernen mit dem Wörterbuch macht deshalb sehr viel Spaß.
Die Bildwörterbücher bieten anhand der detaillierten realistischen Abbildungen eine umfangreiche Auswahl von allgemeinen und fachlichen Begriffen aus allen Bereichen des täglichen Lebens. Ein besonderer Vorteil des Bildwörterbuchs besteht darin, dass man die Begriffe nicht nur verstehen, sondern sich auch leicht einprägen kann. Nicht nur die Abbildungen selbst sind benannt, bei vielen Illustrationen werden auch deren Teile bezeichnet. So erlernt man gleichzeitig auch die Begriffe, die zu dem jeweiligen Gegenstand gehören. Anhand des Registers kann man den gesuchten Begriff in beiden Sprachen nachschlagen.
Der Inhalt ist in 14 Kapitel aufgeteilt: Tiere und Pflanzen, Mensch, Medizin, Haus und Haushalt, Nahrungsmittel, Kleidung und Accessoires, Gesellschaft, Kunst und Architektur, Sport, Freizeit, Büro und Kommunikation, Transport, Wissenschaft, Industrie und Energie.

Mein Leseeindruck:

Ein Bildwörterbuch? Ja, und zwar ein wirklich tolles! Zuerst dachte ich: boah, ist das schwer. Aber klar - Bildung ist ja auch (ge)wichtig!
Was mich sehr beeindruckt hat war, dass es sich nicht nur mit den allseits bekannten Worten aus Schule, Supermarkt etc befasst, sondern auch gezielt die Fachbegriffe aus den Bereichen: Tiere, Krankenhaus, Werkzeug, Bürotechnik sowie Fahrzeugkunde befasst. Denn wer weiß noch aus seiner Schulzeit wie ein Schalldämpfer, ein Rednerpult oder das Zahnfleisch auf Englisch heißt.
Toll finde ich auch, dass das Buch auch auf eine App hinweist, bei der alle Wörter von Muttersprachlern gesprochen werden.


Fazit:
 

Dieses Buch bietet ganz viel Wissen, welches mit tollen Fotos verständlich erklärt wird.
Wirklich ein tolles Buch - auch als Geschenk hervorragend geeignet.

Meine Bewertung:
5 Sterne


Freitag, 16. Oktober 2015

Rezension: Stadt in Angst

Cover: Page Turner

Stadt in Angst
von John Matthews
erschienen 2014 als Paperback mit 512 Seiten
ISBN: 978-3-442-20438-0
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Klappentext:
 
Keiner tötet wie er. Oder doch? New York 1891. Eine Prostituierte wird brutal ermordet. Ihre Leiche weist dieselben Verletzungen auf wie die Opfer einer berüchtigten Mordserie in England. Hat der Mörder den Atlantik überquert, um seine Spur zu verwischen? Oder handelt es sich um einen Nachahmungstäter? In der amerikanischen Metropole, die ohnehin mit Bandenkriminalität, Korruption und Verbrechen zu kämpfen hat, geht die Angst um. Der aristokratische englische Kriminalanalytiker Finley Jameson soll den Fall für Scotland Yard vor Ort aufklären. Und er ist zunächst wenig begeistert, als ihm der toughe New Yorker Cop Joseph Argenti zur Seite gestellt wird. Doch trotz aller Bemühungen des ungleichen Ermittlerduos wütet der Mörder weiter - und treibt zudem ein perverses Spiel mit der Polizei ...
 
 

Meine Meinung:

Da ich ein absoluter Cover-Käufer bin, hat mich das vorliegende Buch sehr neugierig gemacht. Die beiden Herren, die vermeintlichen Blutspritzer, all das erweckte meine Hoffnung nach einem tollen Krimi.
Schon bei den ersten Seiten hatte ich jedoch mit den vielen Namen zu kämpfen. Und da die Personen anfangs auch nicht weiter beschrieben wurden, musste ich immer wieder zurückblättern um zu wissen, von wem nun die Rede ist. Etwas schwerlich für den Anfang, wie ich finde.
Als ich dann jedoch im Lesefluss war, die Geschichte an Fahrt aufnahm und ich die Protagonisten den Handlungen zuordnen konnte, erwischten mich seitenlange zähe Monologe, Darstellungen und zum gähnen animierende Abschnitte. Kurzum, die Spannung war dahin. Irgendwie ging das abenteuerliche verloren.
Über eine Szene bin ich ganz besonders gestolpert (Seite 64). "Da steht folgendes in Kurzform [...] seine Hand glitt herab und legte sich um ihren Hals [...] Gleichzeitig hantiert er mit der anderen an seiner Hose." Soweit wäre es ja noch vorstellbar. Aber nun kommt der entscheidende Satz" [...] Unterdessen hatte er mit der anderen Hand[...]" Häh, wie bitte? Hatte er denn drei Hände? Eine am Hals, eine an der Hose, und unterdessen macht er mit der anderen ....  Hm... ob so etwas auch unter dichterische Freiheit fällt? :-)
Nun denn... ich hatte etwas mehr erwartet. Sehr schade!

Fazit:
 
Tja, welches Fazit habe ich? Wer zu viel Zeit und zu wenig Bücher hat, kann es gerne lesen? Nein, das klingt gemein. Vielleicht so: Das Buch klingt augenscheinlich sehr interessant, was sich auch in einigen Szenen zeigt, jedoch sollte man nicht zu viel erwarten.

Meine Bewertung:

2 Sterne
 
 
 


 Vielen Dank an den Page Turner Verlag, sowie an das Bloggerportal für das Leseexemplar.

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Rezension: 40 Stunden

Cover: blanvalet Verlag



40 Stunden
von Kathrin Lange
erschienen 2014 als TB mit 416 Seiten
ISBN: 978-3-442-38129-6
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Klappentext

Wenn er versagt, wird Berlin brennen …

Als Faris Iskander – Ermittler einer Sondereinheit für religiös motivierte Verbrechen – ein Video erhält, in dem ein Mann ans Kreuz geschlagen wird, ahnt er nicht, dass dies der Beginn eines wahren Alptraums ist. Denn ihm bleiben nur 40 Stunden, um das Opfer zu finden. Versagt er, wird der Täter überall in Berlin Bomben zünden. Während Zehntausende von Menschen nichtsahnend den ökumenischen Kirchentag feiern, stellt sich Faris dem Wettlauf gegen die Zeit. Als er plötzlich eine Verbindung zu einem früheren Fall findet, muss er feststellen, dass der Täter ihm näher ist, als er es jemals für möglich gehalten hätte …


Meine Meinung:
Wow - was für eine Story! Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen. Ohne große Umschweife wird man direkt in die Geschichte gezogen. Die Protagonisten wurden sehr gut und ausführlich dargestellt, so dass ich mir die Situationen und das Agieren der Personen sehr gut vorstellen konnte. Selbst wenn man glaubt, dass die Spannung ihren Höhepunkt erreicht hat, setzt die Autorin nochmal einen drauf und der Nervenkritzel wird getoppt.
Das Cover ist recht schnörkellos gehalten, zeigt aber schon einen gewissen Thrill.

Fazit:

Für mich gibt hier für dieses Buch ein ganz klare Leseempfehlung. Die Thrillerfans werden ihre Freude daran haben. Ich hoffe auf eine Fortsetzung.

Meine Bewertung:

5 Sterne - mit Lesetipp
 
 
(c) by Diana Jacoby für Chattys Bücherblog


Dienstag, 13. Oktober 2015

Rezension: Spielmanns Fluch

Cover: Husum Verlag

Spielmanns Fluch
von Jörgen Bracker
erschienen 2015 im Husum Verlag
ISBN 978-3-89876-801-6
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Klappentext:
 
Hamburg im Dreißigjährigen Krieg: Die Truppen des Herzogs von Braunschweig-Lüneburg plündern und brandschatzen die Vierlande. Festungsbaumeister von Valckenburgh soll die Eindringlinge zurückschlagen und bedient sich dabei des ortskundigen Bauernjungen Jonas, um korrupte Mitglieder des Rates und Geschäftemacher im schwunghaften Waffenhandel auszuspähen. Als Jonas sich jedoch leidenschaftlich in einen jungen Spielmann verliebt, der zusammen mit dem aus Prag geflohenen Winterkönig 1621 nach Hamburg kommt, gerät er vollends in ein Netzwerk aus politischen Verwicklungen, Intrigen und Eifersucht, das ihn und seine Verbündeten an den Rand des Verderbens bringt – elbabwärts in eine Flammenhölle!
Ein fesselnder Roman um die blutigen Auseinandersetzungen im Strudel des Dreißigjährigen Krieges vor dem Hintergrund historischer Ereignisse.
 
Mein Leseeindruck:
 
Okay, ja, ich gebe es zu - ich bin ein Cover-Käufer. Soll heißen, dass für mich tatsächlich das Cover beim Kauf beeinflusst.
Beim vorliegenden Buch hatte ich nun das grosse Glück, dass ich zur Leserunde ausgelost wurde. Beworben hatte ich mich, aufgrund des Covers und weil ich ein großer Fan historischer Romane bin.
Meine Erwartung an die Geschichte war also komplett auf das Cover beschränkte. Ein Musikant, um genauer zu sein, ein Lautenspieler.
Schon auf den ersten Seiten kam jedoch die Ernüchterung. Ein sehr holprigen, unrunde Schreibstil, der es mir nur schwerlich machte, in die Geschichte einzubinden. Der Autor hatte sich zwar während der Leserunde dazu erklärt, letztendlich sitze ich jedoch als Leser vor dem Buch.
Beim weiteren Fortgang der Geschichte wurde mir klar, dass sich der Autor wohl irgendwie sehr wissenschaftlich an die Geschichte gemacht hatte, da oftmals die historischen Romanaspekte in den Hintergrund getreten sind. Vielmehr war der Glanz in den Augen des Autors zu erkennen, als von der Explosion des Schiffes erzählt wurde. Hier hatte ich den Eindruck, als sprudelten die Worten dem Autor nur so heraus. Für mich blieb jedoch der Roman auf der Strecke. Am Schluss des Buches habe ich dann gelesen, dass mich mein Eindruck nicht getäuscht hat.
Anzumerken wäre auch, dass sich der Autor stellenweise einer sehr einfachen Sprache bedient. z.B. kotzen, kacken, etc.
Aber um nicht nur zu meckern, möchte ich auch ein Lob aussprechen. Nicht nur das Cover hat mir sehr gut gefallen, sondern auch das Namensverzeichnis am Ende.(Leider habe ich dieses auch erst am Ende entdeckt) 😃,

Fazit:
 
Ein historischer Roman, bei dem der "Roman" leider etwas zu kurz kommt. Wen dieses jedoch nicht stört, oder auf der Suche nach Fakten ist, wird dieses Buch mit großem Vergnügen lesen.

Meine Bewertung:
 
3 Sterne
 
 


Vielen Dank dem Autor Jörgen Bracker für das Leseexemplar. Sowie lovelybooks für die Durchführung der Leserunde.

© by Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Montag, 12. Oktober 2015

Rezension: Die Unsterblichkeit der Signora Vero


Cover: Langen Müller Verlag



Die Unsterblichkeit der Signora Vero
von Cornelia Becker
erschienen 2014 als HC mit 192 Seiten
ISBN: 978-3-7844-3358-5
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Klappentext:
 
Der Weg zurück ist auch ein Weg nach vorn: "Ich suche jemanden, der mir in den Tod hilft! Dafür werde ich Sie nach meinem Tod als Alleinerbin einsetzen." Die reiche, exzentrische Beatrice Vero will sterben und wendet sich mit dieser ungewöhnlichen Bitte an Cordula, eine Autorin. Diese versucht die Signora davon zu überzeugen, so lange am Leben zu bleiben, bis sie deren handschriftliche Erinnerungen gesichtet hat. Sie bietet sogar an, ein Buch über ihr abwechslungsreiches Leben zu schreiben. Und während die beiden auf Sardinien gemeinsam an diesem Projekt arbeiten, kehrt für Signora Beatrice ganz unerwartet die Lust am Leben zurück. Doch der Tod folgt seinen eigenen Regeln.
 
Mein Leseeindruck:



Als ich das Buch erhalten hatte, verstarb kurze Zeit danach ein naher Verwandter, so dass ich zwischen der Geschichte hin und hergerissen war. Auf der einen Seite hatte ich die Realität mit meiner eigenen Trauer und den Fragen: Wie geht es nun weiter. Auf der anderen Seite hatte ich das Buch mit einer sehr emotionalen Geschichte, in der ebenfalls die Frage gestellt wurde: Wie geht es nun weiter?
Die Autorin beschreibt mit sehr gefühlvollen Worten die schwierige Situation der Cordula Pasini. Ich konnte mich sofort in ihre Gefühlswelt versetzen  und habe beim Lesen die Beklemmung, die Verzweiflung, die vielen unbeantwortete Fragen durchlebt. Die Protagonisten waren durchwegs sehr gut beschrieben.
Dann kam für mich, etwa bei 2/3 der Geschichte ein Bruch. Ich hatte die Gefühlswelt verlassen. Irgendwie hatten sich die Emotionen verabschiedet. Es ging mir alles zu glatt, zu einfach. Deshalb ziehe ich bei meiner Bewertung auch einen Punkt ab.

Fazit:
 
Wer sich gerne auf eine emotionale Reise begeben möchte, ist bei diesem Buch genau richtig. Man erlebt Höhen und Tiefen. Ein Buch, das berührt und zum Nachdenken anregt.

Meine Bewertung:
 
4 Sterne
 
Ich bedanke mich bei der Autorin und dem Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.
 
 


© by Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Rezension: Spiel der Königin

Cover: C. Bertelsmann Verlag
 
Spiel der Königin
von Elizabeth Fremantle
erscheinen als HC 2014 im C. Bertelsmann Verlag
ISBN: 978-3-570-10177-3
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Zum Inhalt:
 
Heinrich VIII., der alte, sterbende König, hatte schon fünf Königinnen an seiner Seite. Als sechste Frau sucht er sich Katherine Parr aus – erst einunddreißig Jahre alt und schon zweifache Witwe. Er hätte keine bessere finden können, denn Katherine ist klug, auf Ausgleich bedacht und eine überaus patente Frau. Ihr Herz gehört aber Thomas Seymour, dem Bruder der dritten Ehefrau Heinrichs, und sie beginnt eine Affäre mit ihm. Aber nicht deswegen hängt ihr Leben an einem seidenen Faden – es tobt auch immer noch ein blutiger Religionskrieg.
In diesem sehr genau recherchierten Roman ist eine moderne Frau zu entdecken, die bislang im Schatten ihrer Vorgängerinnen stand. In England wurde Elizabeth Fremantle dafür gefeiert, dass sie wie kaum eine andere die Tudor-Zeit wieder lebendig werden lässt.
 
Mein Leseeindruck:
 
Spannend und unterhaltsam entführt die Autorin den Leser in die Welt König Heinrichs VIII sowie Katherine Parr, die sechste und letzte Ehefrau des Königs.
Allein die bildhafte Darstellung der Protagonisten lässt die Herzen der Leser historischer Romane höher schlagen. Mit leichten, sanften Worten taucht man ein in das Leben bei Hofe. Aber nicht alles klingt friedlich. Denn Kathrin ist eine Kämpferin. Ihr ständiger Kampf mit dem etwas unberechenbaren König, sowie ihr Anliegen ein englisches Gebetsbuch zu schreiben, werden von der Autorin sehr gut beschrieben. Aber auch die Regentschaft samt ihren Problemen wird sehr gut erzählt.
Ich hatte beim Lesen nie den Eindruck, dass die Lebensgeschichte der Katherina Parr erfunden sei, da alles so gut recherchiert klingt. Sollte sich doch etwas dichterische Freiheit eingeschlichen haben, so hat dies der Geschichte mit Sicherheit keinen Abbruch getan.

Fazit:

 
Für historisch interessierte Leser kann und werde ich dieses Buch in jedem Fall empfehlen. Spannend, unterhaltsam und viiiiel Historie. Herrlich!!!
 
Meine Bewertung:

✔✔✔✔✔
 
 
 
Vielen Dank an das Bloggerportal sowie dem C. Bertelsmann Verlag für das tolle Rezensionsexemplar.