Freitag, 4. September 2015

Rezension: In Schweigen gehüllt

Cover: Lovelybooks
 
In Schweigen gehüllt
von Rüdiger Heins
erschienen 2013 im Debras Verlag
ISBN 9783939165255
Preis: HC mit 176 Seiten für 19,80 €
Bewertung: ✔✔✅✅✅
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Zum Inhalt:

 
Honorine Steimer, eine ehemalige Ordensfrau, wird am 1. April 1903 ermordet im Keller ihres Wohnhauses aufgefunden. Unauffällig lebte sie in einem kleinen Dorf an der Nahe. Bei den Dorfbewohnern war sie beliebt, weil sie sich immer sehr hilfsbereit zeigte. ---- „So haben wir denn in Rüdiger Heins‘ Werk einen modernen Montageroman vor uns, der dem Leser nicht nur einen Einblick in die komplexe, in sich widersprüchliche Psyche eines Menschen ermöglicht, der auf seine Weise Liebender und Mörder zugleich ist, sondern auch in eine bürgerliche Gesellschaft, die für Menschen an ihrem Rand keinen Platz hat. Das macht das Werk weit über eine reine Detektivgeschichte in der Tradition von Georges Simenon hinaus zu einem spannungsgeladenen, äusserst lesenswerten Zeitroman.“ Prof. Dr. Mario Andreotti ist Dozent für neuere deutsche Literatur in St. Gallen und Zürich und Autor des UTB-Bandes „Die Struktur der modernen Literatur“. (Quelle:'Flexibler Einband/01.02.2014')
 
 


Meine Meinung:

Als großer Fan historischer Romane, wurde ich natürlich sofort hellhörig, als ich von der Verlosung des vorliegenden Buches im Rahmen einer Leserunde hörte. Und, was soll ich sagen, ich hatte Glück.
Als ich das Buch in Händen hielt und von der Folie befreite, war das Erste was ich bemerkte, ein sehr merkwürdiger muffiger Geruch. Obwohl ich den Geruch von neuen Bücher liebe, hat mich dieser Geruch jedoch abgeschreckt.
Mein Blick ging dann über zum Preis. Da war ich doch über die Höhe des Preises sehr erstaunt.19,80 € für gerade mal 176 Seiten. Puhl, ganz schön heftig! Das würde ich mir im Buchladen bestimmt nicht nur zwei Mal überlegen, ob ich soviel Geld dafür investiere. Zumal ich das Cover auch nicht wirklich ansprechend, aber im Zusammenhang mit dem Rückentext interessant fand. Dennoch dachte ich, was soll's: wenn es 176 geballte Spannung sind, ist alles wieder gut.
Tja, da kam die nächste Ernüchterung. Eine Seite nur mit Titel, eine Seite nur ein Gebet, eine Seite mit einer etwas verwirrenden Geschichte einer Kellerassel. Diese Geschichte, die sich sehr oft wiederholt, habe ich bis zum Schluss nicht verstanden. Nein, ich fand sie sogar total überflüssig. Aber immerhin hat sie viele Seiten eingebracht.
Zur Geschichte mit der Nonne selbst, vermag ich auch relativ wenig zu sagen. Spannung war meines Erachtens nicht vorhanden. Und die Story - hmm- na ja, wäre eigentlich auch auf einer halben Seite erzählt.
Auffällig waren auch die vielen Wiederholungen und Gebete. Oder ob die auch nur Seiten füllen sollten?
Auch habe ich mich bis zum Schluss gefragt, was der Erzähler mit der Geschichte zu tun hat.



Fazit:
 
Diese eher mittelmäßig Geschichte, die durch viele Wiederholungen, seitenfüllender Gebete und einer völlig überflüssigen Kellerasselgeschichte, auf 176 Seite in die Länge gezogen wird, kann ich leider nicht weiter empfehlen.



Vielen Dank dem Debras Verlag zur die Bereitstellung des Leseexemplar, sowie Lovelybooks für die Möglichkeit zur Durchführung der Leserunde.

© by Diana Jacoby für Chattys Bücherblog