Donnerstag, 24. September 2015

Rezension: Die Kaufmannstochter von Lübeck

Cover: Goldmann Verlag

Die Kaufmannstochter von Lübeck
von Conny Walden
erschienen im Febr. 2014 im Goldmann Verlag
ISBN: 978-3-442-47973-3
Bewertung: ✔✔✔✅✅
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Zum Inhalt:
 
Das packende Schicksal einer starken Frau vor der Kulisse der mittelalterlichen Hansestadt Johanna von Dören, Tochter eines einflussreichen Lübecker Schonenfahrers, begleitet ihren Vater zum Hansetag nach Köln. Dort soll ein Bündnis gegen den dänischen König Waldemar IV. geschlossen werden, der wichtige Handelsinteressen behindert. Johanna, die als Kind die Pest überlebte, ist entschlossen, ins Kloster einzutreten. Als sie in Köln Frederik von Blekinge kennenlernt, einen jungen Adeligen aus Schonen, entwickelt sich eine große Liebe, und in einem Moment der Leidenschaft gibt sich Johanna Frederik hin. Erschrocken über sich selbst, vertraut sie sich einem Priester an. Ein verhängnisvoller Fehler – denn damit tritt eine dramatische Wende ein, und die Liebenden schweben bald in höchster Gefahr …
 
 
Meine Meinung:
 
Als begeisterte Leserin historischer Romane war ich auf das vorliegende Buch schon sehr gespannt. Das tolle Cover versprach mir sehr gute Unterhaltung. Na ja, so dachte ich wenigstens.
Schon auf den ersten Seiten wurde ich mit Fakten konfrontiert. Fakten, Fakten, Fakten...aber wo war das Menschliche in dem Buch? Nun gut, als kleine dezente Randgeschichte - so habe ich es zumindest empfunden - wird auch die Geschichte einer jungen Frau erzählt, die eigentlich ins Kloster gehen wollte, jedoch immer weiter in die Handelsgeschäfte ihres Vaters eingetaucht ist. Ein kleines bisschen Liebe - aber das war es dann auch schon.
Der Großteil des Buches beschäftigt sich mit geschichtlichen (sehr trockenen) Themen, was mir jedoch das Lesevergnügen etwas genommen hatte. Ich fand die Geschichte sehr zäh und war auch oft geneigt, die Fakten einfach zu überblättern. Aber was wäre dann vom Roman geblieben? Nicht viel!


Fazit:
 
Leider kann bzw. möchte ich das Buch nicht empfehlen. Okay, wer Geschichte mit Schwerpunkt Handelsgeschichte etc. studiert, wird hier bestimmt ein Fachbuch vorfinden. Wer jedoch einen historischen Roman erwartet, wird bitter enttäuscht das Buch zur Seite legen.
Schade, denn ich hatte bei diesem Cover und dem Klappentext mehr Unterhaltung erwartet und keinen Geschichtsunterricht.

Ich bedanke mich beim Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar.