Sonntag, 20. September 2015

Rezension: Das Herz der purpurnen Distel

           
Cover: lovelybooks
Das Herz der purpurnen Distel
1. Teil der Distelreihe
von Sophie Morrison
erschienen 2015 bei CreateSpace Independent Publishing Platform
ISBN B012XTE69G
Preis: TB mit 516 Seiten für 16,99 €
Bewertung: ✔✔✔✅✅
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Zum Inhalt:
 
Die Britischen Inseln, 1649 Während die Nachwehen des Bürgerkrieges noch überall spürbar sind, wächst die junge Kendra MacAllan, halb Schottin, halb Engländerin, zu einer selbstbewussten Frau heran. Dank ihrem Vater genießt sie zuhause in Schottland außergewöhnlich viele Freiheiten, die in völligem Kontrast zu den Besuchen bei ihren adligen Großeltern in London stehen. Ihren Wurzeln zuliebe versucht Kendra beiden Welten gerecht zu werden, womit sie sich allerdings nicht arrangieren kann, ist die leidige Suche ihrer Großmutter nach einem angemessenen Ehegatten. Längst hat Kendra beschlossen, dass sie ihre kostbare Unabhängigkeit niemals gegen die Fesseln einer Ehe eintauschen wird. Als sie jedoch völlig unverhofft dem attraktiven Finley MacCarter begegnet, gerät ihre strenge Prinzipientreue ins Wanken. Kendra kann sich seinem bezaubernden Charme nicht entziehen und verliert nach und nach ihr Herz an Finley. Nachdem Kendras Vater jedoch von dieser Verbindung erfährt, setzt er ihr ein jähes Ende. Kendra wird mit der schmerzlichen Wahrheit konfrontiert, dass die Vergangenheit eine gemeinsame Zukunft mit Finley unmöglich macht. Krampfhaft bemüht sich Kendra zu vergessen. Wird es ihr gelingen?

                 

Meine Meinung:
 
Ich muss gestehen, ich bin etwas zweigespalten. Auf der einen Seite beschreibt die Autorin die wunderschöne, turbulente und unterhaltsame Liebesgeschichte zwischen Kendra und Finley. Dann aber wiederum, wird ausgiebig die englische Geschichte behandelt. Klar, der Leser soll verstehen, weshalb die Situation zwischen England und Schottland so angespannt war. Aber mal ehrlich, solche Schottland-Geschichten sind uns Lesern doch nicht fremd. Und muss man da wirklich so viel Geschichtsunterricht einbringen? Für mich war es definitiv zu viel des Guten.
Auffällig war für mich auch, dass im ersten Teil Kendra als toughes vorlautes Mädchen dargestellt wurde. (Dabei hatte sie das Mädchenalter schon einige Jahre hinter sich gelassen. ) Egal, sie wurde jedenfalls als eher aufmüpfig dargestellt. Nun kommt Finley, und spricht sie grundsätzlich mit "Mädchen" an. Das ist eine Sache, die für mich nicht stimmig ist. Sie lehnt sich gegen alles und jeden auf, lässt sich aber permanent als Mädchen betitelt. Nee, das passt nicht!
Grundsätzlich finde ich die Protagonisten sehr detailliert dargestellt, so dass man beim Lesen fast schon die Seide der Kleider Rascheln hören konnte. Auch die Umgebung, Häuser etc. waren sehr bildhaft beschrieben.
 
 
 
Fazit:
 
Eine nette Geschichte, die aber stellenweise auch sehr zäh wird bzw. wirkt. Wer sich jedoch davon nicht abschrecken lässt, wird eine tolle Geschichte erleben, die den einen oder anderen Seufzer entlocken kann.
Ob ich allerdings den zweiten Teil lesen werde, wage ich zu bezweifeln.
 
Ich bedanke mich recht herzlich bei Sophie Morrison für die Bereitstellung des ebooks, sowie bei Lovelybooks für die Durchführung der Leserunde.