Mittwoch, 30. September 2015

Rezension: Kellerkind

Cover: blanvalet Verlag

Kellerkind
von Nicole Neubauer
erschienen 2015 im blanvalet Verlag
ISBN: 978-3-442-38337-5
Hier geht es zur Verlagsseite - klick
und hier darf das Buch gekauft werden - klick


Cover:
 
Dieses alte Haus inmitten des Grüns hat schon etwas bedrückendes und man kann sich sehr gut vorstellen, dass dieses Haus eine sehr interessante Geschichte zu erzählen hat. Etwa auch die Geschichte eines Kellerkinds?


Zum Inhalt:
 
Der Münchner Hauptkommissar Waechter und sein Kollege Hannes Brandl. werden zu einem ganz besonderen Fall gerufen. Im Keller einer toten Rechtsanwältin wird ein Junge gefunden. Seine Hände sind blutverschmiert und sein Körper mit Blutergüssen übersät. Jedoch spricht der Junge nicht über das Erlebte. Hat er etwas mit der toten Anwältin zu tun? Warum hat er einen französischen Pass?
Im Laufe der Ermittlungen stoßen Waechter und Brandl immer wieder an Ungereimtheiten. Was hat der Vater mit der Geschichte zu tun?


Meine Meinung:
 
Die Autorin, Nicole Neubauer, hat mit ihrem Krimidebut einen sehr interessanten Kommissar geschaffen. Ein Ermittler, Waechter, der eine ganz besondere Macke hat: er ist sehr unordentlich. Da türmen sich die Zeitungen im Flur, die Aktenberge auf dem Schreibtisch. Aber all das macht ihn sympathisch. Er ist kein übereifriger Kommissar, sondern ein ganz normaler Mensch, der auch mal fünfe grade sein lässt.
Die Story selbst hat mir sehr gut gefallen. Jedoch wusste ich, als langjährige Krimileserin von Anfang an, wer der Täter war und konnte mir auch das Motiv denken. Unter diesen Gesichtspunkten zogen sich die über 400 Seiten doch gelegentlich sehr. Ab und an gab es auch gewisse Langen oder Hänger, an denen ich mir überlegt hatte, ein paar Seiten zu überspringen. Jedoch hat die Neugier gesiegt, so dass ich dann doch nicht überblättert habe.
Auffällig ist auch, dass jede Kapitelüberschrift mit Schnee bzw. den Schneearten zu tun hat. z.B. Firnschnee, Büßerschnee oder Pappschnee.
Die Protagonisten hätten meiner Meinung nach, etwas detaillierter dargestellt werden dürfen. Wobei auf Äußerlichkeiten allgemein keinen Wert gelegt wurde. Aber klar, im Fokus steht ja auch die Geschichte.


Fazit:
 
Ein solider, interessanter Krimi, der noch etwas Luft nach oben bietet, aber durchaus sehr unterhaltsam ist.

Meine Bewertung:
 
✔✔✔✅✅
 
 
(c) by Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Dienstag, 29. September 2015

Rezension: Das Recht zu töten

Cover: Sutton Verlag
 
Das Recht zu töten
von Sybille Baecker
erschienen 2013 im Sutton Verlag
 ISBN: 978-3-95400-224-5
Zur Verlagsseite hier klicken - klick
Und hier darf das Buch gekauft werden - klick
 
.
                                  
Zum Inhalt:
 
Kirstin Schwarz will Rache. Die Tochter ihrer Pflegeeltern wurde Opfer einer tödlichen Vergewaltigung. Dann kommen die Täter ungeschoren davon. Ihr Glaube an die Justiz ist zutiefst erschüttert. Kirstin hat nur noch ein Ziel: die Verantwortlichen eigenhändig zur Strecke zu bringen. Doch der Anschlag misslingt und unversehens gerät die Rächerin ins Fadenkreuz eines übermächtigen Gegners. In letzter Sekunde kann Giorgio Paradi sie retten. Giorgio ist smart, durchsetzungsfähig, gutaussehend – und Boss einer geheimen Organisation. Sie bietet Kirstin Unterstützung bei ihrem Rachefeldzug an. Doch wer steckt eigentlich hinter Giorgios Organisation? Und welchen Preis muss Kirstin für die Hilfe zahlen? Nur eines ist sicher: Es gibt kein Zurück.
 
 
Meine Meinung:
 
Ein Krimi der Extraklasse. Ja, das ist es, was mir beim Ende des Buch einfiel. Extraklasse! Kein "normaler" 0815 Krimi, sondern fast schon ein Actionthriller, bei dem jedoch ein Touch Dialektik eingebaut ist.
Von der ersten Seite an, hat mich die Autorin fest an die Geschichte gebunden. Und immer wieder die Frage: Wer ist George Zake. Einfach genial, wie die Lösung am Ende präsentiert wird.
Auch die Protagonisten, Kirstin (IT-Expertin und Schwäbin) und Gio,(ein Macho-Italiener) waren absolut faszinierend. Erotisch, prickelnd, aber auch gefährlich. Somit war klar, dass eine gewisse Spannung aufkommen wird. Spannung, aber nicht nur bei den Protagonisten.
Wer das Buch beginnt, wird schnell feststellen, dass der Spannungsbogen nicht abreist. Es sind nicht die Cliffhanger am Ende des Kapitels, sondern vielmehr die Geschichte selbst, die die Spannung aufrecht hält. Die actionreichen Szenen tun ihr übriges.
Viel zu schnell hatte ich dieses Buch verschlungen. Jedoch wartet bereits der zweite Teil schon auf mich.


Fazit:
 
Wer actionreicher Krimis liebt, wird mit dem vorliegenden Buch voll und ganz auf seine Kosten kommen.
Ich werde dieses Buch auf jeden Fall weiter empfehlen.

Meine Bewertung:
 
✔✔✔✔✔
 

© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Freitag, 25. September 2015

Rezension: Im Glanz der Königin

Cover: Edition Oberkassel

Im Glanz der Königin
von Achim Kuhlmann
erschienen im Dez. 2014 im Verlag Edition Oberkassel
ISBN: 978-3-943121-65-0
Bewertung: ✔✔✔✔✅
Hier geht es zur Verlagsseite - klick
und hier darf das Buch gekauft werden - klick
 
 

Zum Inhalt:
 
Frankreich 1756. Jeanne wird in Armut geboren. Ihre Mutter, eine stadtbekannte Hure, will nichts von ihr wissen. Ihr Vater, ein verarmter Landadeliger, stirbt im Siechenhaus von Paris. Aber Jeanne will sich mit ihrem Schicksal nicht abfinden. Sie erzählt einer Marquise ihre erschütternde Geschichte und wird daraufhin von der reichen Frau aufgenommen. Als Mätresse des Kardinals Rohan schafft Jeanne es, diesen zum Kauf eines wertvollen Halsbands im Namen der Königin zu überreden. Doch das Halsband kommt bei Ihrer Majestät Königin Marie Antoinette nie an … Der spannende historische Roman, der auf wahren Tatsachen beruht, führt nach Paris, in die Zeit des Vorabends der Französischen Revolution.



Mein erster Blick gilt natürlich dem COVER:
Ein Cover in diversen Brauntönen wirkt auf mich leider nicht wirklich ansprechend. Auch die Zeichnung gefällt mir nicht wirklich. Ich hätte mir etwas mehr Glamour gewünscht.

Aber kommen wir zunächst zur HANDLUNG:
1756 erblickt die kleine Jeanne in Frankreich, das Licht der Welt. Ein Licht, das auch viele Schattenseite offenbart. Als Tochter des verarmten adliger Jacques und der Stadthure Marie wird sie es wohl nie leicht haben. Jacques war ein unerheblicher Sohn der adligen Familie der Valois, aus deren Geschlecht vor langer Zeit Könige hervorgegangen waren. Doch als uneheliches Kind, war er nicht erbberechtigt. Marie Jossel war stadtbekannt und fast allen Männern sehr zugänglich.
Acht Jahre später: Jeanne, ihre jüngere Halbschwester Marguerite und ihr Vater leben in einem Kloster für Arme. Tagsüber stöbern die beiden Mädchen im Müll oder betteln. Eines Tages stirbt ihr Vater und die Mädchen fassen den Plan, in die Heimat des Vaters zu gehen. Er hatte ihnen immer vom Wohlstand, dem Schloss und allen Annehmlichkeiten erzählt. Auf dem Weg fassen sie den Plan, um Almosen zu bitten. Da hält eine Kutscher neben ihnen. Eine Frau lehnt sich aus dem Fenster und hat Mitleid. Jeanne erzählt von Vaters Herkunft und zeigt sich somit mitleidserregend. Die Mädchen werden vom Marquise und seiner Frau mitgenommen. Ein Traum geht in Erfüllung. Pompöse Kleidung, immer warmes Essen, ein bequemes Bett. Dann stirbt Marguerite an den Blattern und Jeanne wird vorsorglich – um sich nicht selbst anzustecken – in eine Erziehungsanstalt gebracht. Dort soll sie auf das Leben vorbereitet werden.
Sie möchte jedoch ein Leben in Wohlstand, Reichtum und Luxus. Um dieses zu erreichen würde sie alles tun. Alles?
Doch mehr möchte ich nun wirklich nicht verraten.

MEINE BEWERTUNG:
Mit einem tiefen Seufzen lege ich nun dieses Buch zur Seite. Ein Buch, dass zwar einen historischen Hintergrund hat, jedoch noch immer aktuell ist. Ein Mädchen aus ärmlichen Verhältnissen, strebt nach Höherem. Dafür nimmt sie alles in Kauf. Diebstahl, Betrug, Krankheit.
Der Autor versteht, dem Leser die Geschichte bzw. die geschichtlichen Hintergründe um den Tod von Marie Antoinette näher zu bringen und verknüpft zwei Handlungsstränge miteinander. Auf der einen Seite lesen wir von Jeanne, die unbedingt einen gesellschaftlichen Rang erlangen möchte. Auf der anderen Seite ist da Marie Antoinette, die diesen Rang bereits hat, jedoch auch kein schönes Leben führt.
Ich kann nicht wirklich beurteilen, welche Ereignisse historisch belegbar sind und welche der künstlerischen Freiheit entspringen. Jedoch kann ich mir beide Geschichten sehr gut vorstellen, was auch auf den angenehmen Schreibstil zurück zu führen ist.
Die Protagonisten und Örtlichkeiten wurden so detailliert beschrieben, dass ich mich fast schon als Zuschauer gefühlt habe.
Jedoch habe ich auch eine Kleinigkeit zu bemängeln. Meines Erachtens sind die Sprünge der beiden Handlungsstränge in den Kapiteln sehr verwirrend. Ich musste öfter zweimal lesen, um zu wissen, ob nun noch von Jeanne oder Marie die Rede ist. Hier hätte ich mir eine deutlichere Kennzeichnung (als nur eine Leerzeile) gewünscht.

Ich bedanke mich recht herzlich beim Verlag Edition Oberkassel für das Rezensionsexemplar.

Donnerstag, 24. September 2015

Rezension: Die Kaufmannstochter von Lübeck

Cover: Goldmann Verlag

Die Kaufmannstochter von Lübeck
von Conny Walden
erschienen im Febr. 2014 im Goldmann Verlag
ISBN: 978-3-442-47973-3
Bewertung: ✔✔✔✅✅
Hier geht es zur Verlagsseite - klick
und hier darf das Buch gekauft werden - klick
 
 

Zum Inhalt:
 
Das packende Schicksal einer starken Frau vor der Kulisse der mittelalterlichen Hansestadt Johanna von Dören, Tochter eines einflussreichen Lübecker Schonenfahrers, begleitet ihren Vater zum Hansetag nach Köln. Dort soll ein Bündnis gegen den dänischen König Waldemar IV. geschlossen werden, der wichtige Handelsinteressen behindert. Johanna, die als Kind die Pest überlebte, ist entschlossen, ins Kloster einzutreten. Als sie in Köln Frederik von Blekinge kennenlernt, einen jungen Adeligen aus Schonen, entwickelt sich eine große Liebe, und in einem Moment der Leidenschaft gibt sich Johanna Frederik hin. Erschrocken über sich selbst, vertraut sie sich einem Priester an. Ein verhängnisvoller Fehler – denn damit tritt eine dramatische Wende ein, und die Liebenden schweben bald in höchster Gefahr …
 
 
Meine Meinung:
 
Als begeisterte Leserin historischer Romane war ich auf das vorliegende Buch schon sehr gespannt. Das tolle Cover versprach mir sehr gute Unterhaltung. Na ja, so dachte ich wenigstens.
Schon auf den ersten Seiten wurde ich mit Fakten konfrontiert. Fakten, Fakten, Fakten...aber wo war das Menschliche in dem Buch? Nun gut, als kleine dezente Randgeschichte - so habe ich es zumindest empfunden - wird auch die Geschichte einer jungen Frau erzählt, die eigentlich ins Kloster gehen wollte, jedoch immer weiter in die Handelsgeschäfte ihres Vaters eingetaucht ist. Ein kleines bisschen Liebe - aber das war es dann auch schon.
Der Großteil des Buches beschäftigt sich mit geschichtlichen (sehr trockenen) Themen, was mir jedoch das Lesevergnügen etwas genommen hatte. Ich fand die Geschichte sehr zäh und war auch oft geneigt, die Fakten einfach zu überblättern. Aber was wäre dann vom Roman geblieben? Nicht viel!


Fazit:
 
Leider kann bzw. möchte ich das Buch nicht empfehlen. Okay, wer Geschichte mit Schwerpunkt Handelsgeschichte etc. studiert, wird hier bestimmt ein Fachbuch vorfinden. Wer jedoch einen historischen Roman erwartet, wird bitter enttäuscht das Buch zur Seite legen.
Schade, denn ich hatte bei diesem Cover und dem Klappentext mehr Unterhaltung erwartet und keinen Geschichtsunterricht.

Ich bedanke mich beim Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar.

Mittwoch, 23. September 2015

Rezension: Himmel, Hölle, Mensch

Cover: emons Verlag
Himmel, Hölle, Mensch
2. Teil der Cem Chengiz Reihe
von Monika Mansour
erschienen 2015 im emons Verlag
ISBN 978-3-95451-663-6
Meine Bewertung: ✔✔✔✔✔
Hier geht es zur Verlagsseite - klick
Und hier geht es zum Kauf - klick
 
Zum Inhalt:
 
Am Schweizer Nationalfeiertag wird im Trubel des Feuerwerks ein unbekannter Toter auf einer Weide im Wauwiler moos gefunden: jung, tätowiert und chinesisch. Der charmante Luzerner Ermittler Cem Cengiz übernimmt den Fall: Erste Nachforschungen führen zu chinesischen Triaden, in die Tattooszene und zu Menschenhändlern. Und ganz nebenbei hat Cem auch noch mit eigenen Problemen und dem weiblichen Geschlecht zu kämpfen ...


Meine Meinung:
 
Auch im zweiten Band lässt die Autorin Monika Mansour den smarten türkisch-stämmigen Ermittler in Aktion treten.
Sein gespaltenes Verhältnis zur Frauenwelt, wird auch in diesem Band sehr deutlich und auch ich, war beim Lesen ständig hin und her gerissen, welche Frau nun besser zu ihm passen würde. Eva oder Lila? Steht er mehr auf das Hausmütterchen oder passt ein Wirbelwind mit extremer Vergangenheit besser? Dieses ist aber nur einer der Handlungsstränge.
Daneben muss ja auch noch ermittelt werden. Und das wieder, in einem ziemlich verzwickten Fall, den dem die Autorin den Leser auf mehrere falsche Fährten lockt, bevor sich der Kreis schließt. Die Ermittlungsansätze lassen sich jedoch allesamt nachvollziehen und auch die Protagonisten sind sehr detailliert beschrieben, so dass sich alles hervorragend nachvollziehen lässt.


Fazit:
 

Da ich auch von diesem Band restlos begeistert bin, warte ich nun sehnsüchtig auf eine Fortsetzung. Der vorliegende Band lässt sich zwar sehr gut ohne Vorkenntnisse lesen, jedoch wird es noch mehr Lesespaß bringen, wenn man den ersten Band vorab gelesen hat.
Ich kann sowohl das vorliegende Buch, als auch die Cem Cengiz Reihe absolut empfehlen.

Mein Dank geht an die Autorin Monika Mansour für die tolle Idee der Geschichte und des Ermittlers und dem Leseexemplar. Sowie dem emons Verlag für die Umsetzung der Geschichte, sowie Lovelybooks für die Möglichkeit Leserunden zu führen und das Buch vorzustellen. Danke!

(c) Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Sonntag, 20. September 2015

Rezension: Das Herz der purpurnen Distel

           
Cover: lovelybooks
Das Herz der purpurnen Distel
1. Teil der Distelreihe
von Sophie Morrison
erschienen 2015 bei CreateSpace Independent Publishing Platform
ISBN B012XTE69G
Preis: TB mit 516 Seiten für 16,99 €
Bewertung: ✔✔✔✅✅
Du möchtest das Buch kaufen? - Dann einfach hier klicken
 
Zum Inhalt:
 
Die Britischen Inseln, 1649 Während die Nachwehen des Bürgerkrieges noch überall spürbar sind, wächst die junge Kendra MacAllan, halb Schottin, halb Engländerin, zu einer selbstbewussten Frau heran. Dank ihrem Vater genießt sie zuhause in Schottland außergewöhnlich viele Freiheiten, die in völligem Kontrast zu den Besuchen bei ihren adligen Großeltern in London stehen. Ihren Wurzeln zuliebe versucht Kendra beiden Welten gerecht zu werden, womit sie sich allerdings nicht arrangieren kann, ist die leidige Suche ihrer Großmutter nach einem angemessenen Ehegatten. Längst hat Kendra beschlossen, dass sie ihre kostbare Unabhängigkeit niemals gegen die Fesseln einer Ehe eintauschen wird. Als sie jedoch völlig unverhofft dem attraktiven Finley MacCarter begegnet, gerät ihre strenge Prinzipientreue ins Wanken. Kendra kann sich seinem bezaubernden Charme nicht entziehen und verliert nach und nach ihr Herz an Finley. Nachdem Kendras Vater jedoch von dieser Verbindung erfährt, setzt er ihr ein jähes Ende. Kendra wird mit der schmerzlichen Wahrheit konfrontiert, dass die Vergangenheit eine gemeinsame Zukunft mit Finley unmöglich macht. Krampfhaft bemüht sich Kendra zu vergessen. Wird es ihr gelingen?

                 

Meine Meinung:
 
Ich muss gestehen, ich bin etwas zweigespalten. Auf der einen Seite beschreibt die Autorin die wunderschöne, turbulente und unterhaltsame Liebesgeschichte zwischen Kendra und Finley. Dann aber wiederum, wird ausgiebig die englische Geschichte behandelt. Klar, der Leser soll verstehen, weshalb die Situation zwischen England und Schottland so angespannt war. Aber mal ehrlich, solche Schottland-Geschichten sind uns Lesern doch nicht fremd. Und muss man da wirklich so viel Geschichtsunterricht einbringen? Für mich war es definitiv zu viel des Guten.
Auffällig war für mich auch, dass im ersten Teil Kendra als toughes vorlautes Mädchen dargestellt wurde. (Dabei hatte sie das Mädchenalter schon einige Jahre hinter sich gelassen. ) Egal, sie wurde jedenfalls als eher aufmüpfig dargestellt. Nun kommt Finley, und spricht sie grundsätzlich mit "Mädchen" an. Das ist eine Sache, die für mich nicht stimmig ist. Sie lehnt sich gegen alles und jeden auf, lässt sich aber permanent als Mädchen betitelt. Nee, das passt nicht!
Grundsätzlich finde ich die Protagonisten sehr detailliert dargestellt, so dass man beim Lesen fast schon die Seide der Kleider Rascheln hören konnte. Auch die Umgebung, Häuser etc. waren sehr bildhaft beschrieben.
 
 
 
Fazit:
 
Eine nette Geschichte, die aber stellenweise auch sehr zäh wird bzw. wirkt. Wer sich jedoch davon nicht abschrecken lässt, wird eine tolle Geschichte erleben, die den einen oder anderen Seufzer entlocken kann.
Ob ich allerdings den zweiten Teil lesen werde, wage ich zu bezweifeln.
 
Ich bedanke mich recht herzlich bei Sophie Morrison für die Bereitstellung des ebooks, sowie bei Lovelybooks für die Durchführung der Leserunde.

Freitag, 18. September 2015

Rezension: Das dreizehnte Dorf


Cover: lovelybooks
 
 Das dreizehnte Dorf
von Romain Sardou
erschienen 2010 im Heyne Verlag
ISBN 9783453407916
Preis: TB mit 416 Seiten - unbekannt
Meine Bewertung: ✔✔✔✔✅
Hier kann das Buch gekauft werden - klick
 

 
 Zum Inhalt:
 
Der Diözese Draguan im Südosten Frankreichs sind zwölf Gemeinden angeschlossen – so glaubt man, bis grausige Morde im Winter des Jahres 1284 ein längst vergessenes, dreizehntes Dorf in Erinnerung rufen: Heurteloup, das einsam inmitten tiefer Wälder und Sümpfe liegt. Während Henno Gui, ein junger und unerschrockener Priester, sich auf den Weg macht, das gespenstische Dorf zu erkunden, stößt ein Mönch in den Archiven von Paris auf eine beispiellose Verschwörung.
 
 
 
Mein erster Blick gilt natürlich dem COVER:
Eine Hand, die ein rote Kreuz an einer Säule berührt. Zusammen mit dem Titel lässt sich erahnen, dass es sich hierbei um einen historischen Roman handelt, der sich mit der Inquisition befasst.
Ich finde jedoch, dass die Schrift auf der Rückseite etwas zu groß ist, und somit fast vollständig das Bild des Mannes überlagert.
 
 

Aber kommen wir zunächst zur HANDLUNG:
Der Prolog startet spannend. In einem kleinen Örtchen in Frankreich findet ein Verhör statt. Zwei Bauernmädchen schildern, dass sie Knochen an einem Fluss gefunden hätten. Der herbeigerufene Medicus findet heraus, dass es sich bei den Knochen, um die eines Mannes sowie einem Mädchen und einem Jungen, wohl Zwillingen handelt. Die Leichen konnten kurze Zeit später identifiziert werden, da ein Herzog und seine beiden Kinder vermisst wurden.
Im ersten Teil des Buches geht es nun um den Domstift bzw. Bischofsitz. Der Bischof wurde in seiner Kammer getötet. Von einem Unbekannten im schwarzen Umhang, der unbedingt den Bischof sprechen wollte. Kaum später erscheint ein Mann im Domstift. Es ist der neue Pfarrer Vater Hanno Gui. Er erfährt von Bruder Chuquet, dass das Bistum zwölf kleine Gemeinden unterstützt, und nun das längt vergessene dreizehnte Dorf wieder besucht werden sollte. Gui ist sichtlich irritiert, dass man einfach jahrelang eine Gemeinde vergessen hatte. Im dem Dorf grassierte die Pest und der Pfarrer floh, seitdem war kein Pfarrer mehr dort gewesen. Henni Gui möchte die dreizehnte Gemeinde nun besuchen und die Dörfler wieder Glauben lehren.
Doch mehr möchte ich nun wirklich nicht verraten.
 
 

MEINE BEWERTUNG:
Lange Zeit hatte ich dieses Buch im Regal stehen. Nun, nachdem ich es endlich gelesen habe, frage ich mich wirklich, weshalb. Eine Geschichte, die mich nach den ersten Seiten fest in Griff hatte. Gut, es gab einige Passagen die mir ellenlang vorkamen und die ich dann überblättert habe. Aber im Großen und Ganzen fand ich das Buch wirklich gut. Schade, dass ich es nicht vorher gelesen habe.
Ich frage mich wirklich, ob man ein Dörfchen einfach so vergessen kann. Gut, vielleicht nicht hier bei uns. Aber diese kleinen Missionsdörfer bzw. Dörfer die nicht mehr missioniert werden. Und stehen wirklich alle Dörfer in einer Statistik? Ich könnte mir schon vorstellen, dass es mehrere dreizehnte Dörfer gibt. Oder vierzehnten, fünfzehnte...
 
(c) by Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Dienstag, 15. September 2015

Rezension: Die Hureninsel

Cover: Knaur Verlag
 
Die Hureninsel
von Martina Sahler
erschienen 2015 als ebook im Knaur Veralg
ISBN 978-3-426-43414-7
Preis: ebook mit 432 Seiten 9,99 €
Bewertung: ✔✔✔✔✔
Du willst mehr wissen? - Dann einfach hier klicken
Und für einen Kauf - einfach hier klicken
 
Zum Inhalt:
 
Spannend, süffig, dramatisch – die Geschichte der in die Sträflingskolonie nach Australien verschleppten Huren geht weiter.
Sydney Cove ist eine von Hungersnot geplagte Sträflingskolonie, als die Lady Juliana im Juni 1790 eine Schiffsladung voller gefallener Mädchen bringt. Schon bald wird den Diebinnen und Huren klar, dass sie ohne einen Ehemann oder einen Dienstherrn verloren sind. Auch die 14jährige Molly durchschaut die Lage und heiratet den Schreiberling Edward Young, eine Scheinehe, die ihr Überleben sichern soll. Ihre Freundin Hannah findet Anstellung als Pflegerin im Hospital von Sydney Cove. Während Hannah hofft, das Herz des jungen Arztes Michael Hodge zu erobern, plant Molly von Anfang an die abenteuerliche Flucht aus der Hölle. Die Freundschaft der beiden jungen Frauen wird auf eine Zerreißprobe gestellt, als Hannah ihre große Liebe nicht aufgeben will, während Molly für ein Leben in Freiheit kämpft …
 
 
Meine Meinung:


Oh nein! s Schon wieder vorbei....dieses waren meine Gedanken, als ich bei der letzten Seite angekommen war.
Abenteuerlich, spannend und sehr unterhaltsam verschafft auch im vorliegenden zweiten Band die Autorin dem Leser den purer Lesegenuss.
Ich wollte immer mehr wissen und fand es sehr schade, wenn ich das Buch aus der Hand legen musste.
Da der vorliegende Teil nahtlos an den ersten Band anknüpft, sollte man meiner Meinung nach beim Lesen die Reihenfolge beachten. Sicherlich wird man ohne Vorkenntnisse in diesen Teil finden, jedoch wird der Genuss deutlich größer, wenn man die Charakteren bereits kennt.
Die Protagonisten und auch das Umland, hier die Inseln, sind so detailliert dargestellt, dass man fast schon das Atmen hören kann bzw. Den Duft der verschiedenen Pflanzen wahrnimmt.
Stets bleibt die Spannung erhalten, so dass man einfach immer mehr wissen muss.

 
Fazit:


Meines Erachtens ist diese Geschichte absolut filmreif. Ich hoffe auf eine baldige Fortsetzung mit Molly ähem. ich meine natürlich Ann.


Folgende Cover sind ebenfalls verfügbar:




als Hardcover erschienen 2015 im Weltbild Verlag








Ich möchte mich bei Martina Sahler für die tolle Fortsetzung der Serie bedanken. Die Ideen sind einfach grandios. Danke auch an den Knaur Verlag und dem Weltbild Verlag für die Veröffentlichung dieses fesselnden Buches.

©by Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Sonntag, 13. September 2015

Rezension: Dark Village 2 - Dreht euch nicht um

Cover: Coppenrath Verlag

Dark Village Band 2 - Dreht euch nicht um
von Kjetil Johnsen
erschienen 2013 im Coppenrath Verlag
ISBN 9783649613022
Preis: TB mit 272 Seiten - unbekannt
Bewertung: ☑☑☑☑☑
Du willst mehr? - Dann einfach hier klicken


Zum Inhalt:
 
Trine und Vilde haben ihre Liebe füreinander entdeckt, doch äußere Umstände bringen die beiden wieder auseinander. Nora sucht währenddessen das Gespräch mit Nick und erzählt ihm von Benedictes Behauptung, er habe sie vergewaltigt. Weitere Verwicklungen, die auch Nicks Familienumstände betreffen, sorgen für großen Nervenkitzel.
 
 
Meine Meinung:
 


In dieser zweiten Band der Jugendserie geht es spannend weiter.  Ein zweiter Mord geschieht. Aber war es überhaupt Mord?
Der Autor schafft durch seine kurzen Kapitel eine düstere, aber sehr spannende Atmosphäre. Eine Atmosphäre, die man nahezu knistern hört. Kurze prägnante Sätze halten die Spannung stets am Siedepunkt. Es wird nie zu viel preisgegeben, sondern nur soviel, dass der Leser immer mehr wissen möchte. Man könnte auch sagen, dass der Autor den Leser süchtig macht. Süchtig nach der Auflösung.
Wie auch im ersten Band, sind die Protagonisten aufgrund ihrer Handlungen absolut überzeugend. Zumindest konnte ich ihr Denken und Tun sehr gut nachvollziehen. Stellenweise geriet ich selbst schon in Panik. (z.B. bei der Hütte mit der Lehrerin)


Fazit:
 
Meine Entscheidung war schon nach den ersten Sätzen des Buches klar: Ich möchte auch den dritten Band lesen. Eine Serie, die wirklich süchtig macht.

© by Diana Jacoby für Chattys  Bücherblog

Freitag, 11. September 2015

Autor im Spotlight: Krimiautor Rolf von Siebenthal

Heute stelle ich euch einen Autor vor, dessen Bücher ich kürzlich nahezu verschlungen habe.
Es handelt sich um den schweizer Schriftsteller:
 
                        Rolf von Siebenthal
 
 
 
Rolf von Siebenthal, Jahrgang 1961, ist ausgebildeter Sprachlehrer. Er arbeitete viele Jahre bei einer Tageszeitung und im Schweizer Verkehrsministerium, heute ist er selbstständiger Journalist und Texter. Er lebt mit seiner Familie in der Nordwestschweiz.
 
Herr von Siebenthal hatte sich bereit erklärt, meine Fragen zu beantworten:
 
 
1.) Wie bist du zum Schreiben gekommen?
 
Als Journalist habe ich 14 Jahre lang bei einer Tageszeitung gearbeitet, die Textproduktion fällt mir deswegen ziemlich leicht. Was ich lernen musste, war das Plotten, der Spannungsaufbau, das Erzeugen von Emotionen etc. Dafür habe ich viel Lehrgeld bezahlt. An meinem ersten Krimi habe ich zwei bis drei Jahre gearbeitet, viel gelöscht und neu geschrieben. Das war manchmal sehr frustrierend.
 
 
2.) Woher holst du dir deine Ideen für die Protagonisten und Geschichten?
 
Ich lese alles, was mir in die Finger kommt: Zeitschriften, Gemeindeblätter, Vereinshefte oder Infobroschüren. Ein Beispiel für einen Fund: Im kleinen Dorf Wenslingen hier in der Region tauchten vor ein paar Monaten Menschenknochen im Garten des Gemeindepräsidenten auf. Es stellte sich heraus, dass die Knochen über 100 Jahre alt sind. Doch was wäre, wenn sie weit jünger wären? Daraus könnte ein Krimi entstehen. Ich mag die Verknüpfung von Realität und Fiktion.    
 
 
3.) Wie müssen wir uns deinen Schreibplatz vorstellen?
 
Ich arbeite selbstständig als Journalist und Texter, mein Büro habe ich zu Hause. Das ist ein Raum mit vielen Büchern, Aktenordnern und einem Laufband. Mein Schreibtisch steht am Fenster, ich sehe den perfekten Garten unserer Nachbarn. 
 
4.) Hast du ein schriftstellerisches Vorbild?
 
Ich mag angelsächsische Autoren wie Ian Rankin oder Michael Connelly, aber auch einige Skandinavier wie Dahl und Nesbö. An ihren Büchern gefallen mir das Tempo, die Spannung, die interessanten Charaktere und abwechslungsreichen Plots.   
 
5.) Was machst du gerne in deiner Freizeit?
 
Ich bin fast täglich für mindestens eine Stunde zu Fuss oder mit dem Rad draussen unterwegs. Dabei kommen mir die besten Ideen für meine Krimis. Noch jedes Mal, wenn ich beim Schreiben nicht weiter wusste, hat mir eine Tour mit dem Bike die Lösung gebracht – vielleicht, weil mein Hirn mehr Sauerstoff bekommt. Zudem lese ich viel, meist sind es Krimis. Leider ist das mittlerweile kein echtes Vergnügen mehr, da ich die Texte ständig analysiere.    
 
6.) Welche Tipps gibst du angehenden Autorinnen und Autoren?
 
Viel lesen und schreiben, die eigenen Stärken und Schwächen suchen, Texte den Stärken und Schwächen anpassen, Kritik nicht persönlich nehmen. Und nur schreiben, was man selber gerne lesen möchte.
 
 
Ich bedanke mich ganz herzlich für das Interview und wünsche weiterhin gute Ideen und viel Erfolg.
 
Folgende Bücher sind von Rolf von Siebenthal erschienen.



Leseprobe

Meine Rezension





Leseprobe

Meine Rezension

 



Leseprobe

Meine Rezension





(Bildquelle: Gmeiner Verlag)