Samstag, 29. August 2015

Rezension: Ohnmacht






Ohnmacht - 3. Band der Tannenberg Serie
von Bernd Franzinger
erschienen 2004 im Gmeiner Verlag hier klicken
ISBN 978-3-89977-619-5
Preis: TB mit 377 Seiten 11,90 €/ebook 9,99 €
Bewertung: ✔✔✔✔✅










"Wein ist die Muttermilch für alte Männer" (s. Seite 29)

Zum Inhalt:

Von einem Eisenbahntunnel herunter wird ein betäubter Mann auf die Gleise geworfen und kurz danach von einem Intercity überrollt. Exakt 48 Stunden später wiederholt sich dieses makabere Szenario. Aber das ist nicht das Einzige, was die Toten miteinander verbindet: beide waren nackt, ihre Hinterteile zierte die gleiche auffällige Tätowierung. Da die Mordopfer ansonsten keinerlei Identifikationsmerkmale aufweisen, gestaltet sich die Ermittlungsarbeit zunächst äußerst schwierig. In Wolfram Tannenbergs privatem Umfeld ereignen sich derweil erfreuliche Dinge: Nichte Marieke hat ihren Traummann gefunden. Umso größer ist der Schock, als sie erfährt, dass ihr Freund nach einem Motorradunfall in eine Privatklinik eingeliefert werden musste.

Meine Meinung:

Auch im vorliegenden dritten Band der Reihe um den Kaiserslauterer Hauptkommissar Wolfram Tannenberg,  entführt der Autor den Leser in einen spannenden Fall. Voller Wortwitz gepaart mit einem echt schrägen Ermittler wird es nie langweilig der Geschichte zu folgen.
Man muss nicht unbedingt die Örtlichkeiten in und um Kaiserslautern kennen, um viel Spaß zu erleben. Der Autor verschafft durch seinen Schreibstil eine ganz besondere Atmosphäre, die den Leser - auch ohne Ortskenntnis - in seinen Ban ziehen wird.
Durch die detaillierten Beschreibungen, fällt es dem Leser leicht, sich in gewisse Situationen zu versetzen. Beispielsweise wird das Sitten einer Mücke beschrieben. Da die Szene, in der dieses Geräusch auftaucht sowieso etwas angespannt ist. wird man sich dabei ertappen, wie man diese Mücke verscheuchen möchte. Wohlgemerkt, man ist aber nur Leser. Aber diese Szene ist so hervorragend beschrieben, dass einem dieses Geräusch auch schon auf die Nerven geht - obwohl man ja nur davon liest.
Durch diese detaillierten Beschreibungen ist es mir auch leicht gefallen, mich in die jeweiligen Personen hinein zu versetzen und Gedankengänge nachzuvollziehen.

Fazit:

Inzwischen bin ich bekennender Tannenberg- Fan, und das, obwohl ich nicht aus Kaiserslautern komme.
Krimiliebhaber, die neben regionalen Ereignissen auch noch die etwas frecheren Ermittler mögen, werden mit dieser Reihe voll und ganz auf ihre Kosten kommen.
Meine Empfehlung für diese Serie!

©2015 by Diana Jacoby für Chattys Bücherblog