Freitag, 17. Juli 2015

Rezension: Gift im Brezelteig

Gift im Brezelteig
von Ulrich Maier
erschienen im Gmeiner Verlag
1. Auflage 2015
ISBN 978-3-8392-1772-6
Preis: 10,99 €
Bewertung: ✔✔✔✅✅


Ein witziger und erschreckend aktueller Schwabenkrimi (lt. Klappentext)

Klappentext:

Die Welt in dem beschaulichen Städtchen Bäringen ist aus den Fugen. In der Schule am Ort ist der Teufel los. Gleichzeitig hält die Bäringer ein mysteriöser Erpressungsfall in Atem. Brezelfabrikant Eberle soll 10.000 Euro zahlen, sonst wird sein Brezelteig vergiftet. Zwischen Gewalteskalation, ungebremstem Medienkonsum und geschäftlichen Machenschaften suchen die Journalisten Nils Niklas und Rita Delbosco nach Spuren und stoßen schon bald auf eine Verbindung zwischen den Vorfällen an der Schule und dem Erpresser.

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Meine Meinung:

Mit dem vorliegenden Buch entführt uns der Autor in die schwäbische Krimiwelt.

Mit einem sehr aktuellen Thema, nämlich Gewalt an Schulen bzw. Medienkonsum, wird im vorliegenden Buch die kriminalistische Handlung mit der Realität verknüpft.

Leider fand ich den Titel etwas irreführend, da meiner Meinung nach, nicht das Gift im Brezelteig im Vordergrund steht.

Insgesamt fand ich den Krimi etwas langatmig, was bestimmt auch an dem Schreibstil lag, der mich weder zum Miträtseln noch animierte der Geschichte mehr abzugewinnen als sie war. Meines Erachtens ist die Geschichte auch einfach nur so dahin geplätschert. Wie sagt man so schön: sie hat mich nicht berührt.

Einzig und allein die dialektischen Einwürfe fand ich sehr gelungen und haben mir dann und wann ein Lächeln abgerungen. Möglicherweise habe ich auch in der letzten Zeit zu viele Krimis gelesen, in denen der Ermittler ein Journalist ist. Diese Krimis haben mir jedoch deutlich besser gefallen.

Die Protagonisten fand ich etwas zu farblos dargestellt - es fehlte mir sozusagen der Pepp, das gewisse Etwas. Meiner Meinung nach, muss ein Ermittler in der heutigen Bücherwelt etwas Besonderes sein oder können, damit er nicht in Vergessenheit gerät.

Die Örtlichkeiten und Randfiguren fand ich sehr gut beschrieben, so dass ich mich fast schon wie zuhause gefühlt habe.

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Fazit:

Da m.E. jeder eine zweite Chance verdient hat, würde ich mich freuen, bald wieder vom Jounalistenteam zu lesen, um die Weiterentwicklung verfolgen zu können.